Zukunftsmusik: Das Auto wird zum Brief- bzw. zum Paket-Kasten!

„Ihr Paket konnte leider nicht zugestellt werden.“ – wer kennt die Paketkarte nicht? Die steckt dann im Briefkasten und man darf Abends nach der Arbeit dann noch zur Post, zur Paketstation oder bei Fremdanbietern sogar noch in irgendwelche Geschäfte fahren und darf sich ganz nebenbei auch noch mit den Öffnungszeiten herumschlagen.

Mit Audi connect easy delivery, einem zukünftigem Dienst von Audi connect, wird dieser Hinweis der Vergangenheit angehören – und damit der Einkauf im Internet noch komfortabler. Dazu entwickelt Audi mit den Kooperationspartnern DHL Paket und Amazon Prime einen innovativen Logistik-Service und ich gestehe, ich dachte zunächst an einen verspäteten Aprilscherz: die Paketzustellung in den Kofferraum!

Das Auto wird zur Paketablage, doch wie soll das funktionieren? Ab Mai können Teilnehmer eines Pilotprojekts den Dienst, zunächst im Raum München, erstmals nutzen. Dabei bringt Audi eine temporäre schlüssellose Zugangsberechtigung für den Gepäckraum zum Einsatz:

„Mit seiner umfassenden Vernetzung machen wir das Auto zum service device und integrieren es noch stärker in das Alltagsleben unserer Kunden“, sagt Luca de Meo, Vorstand für Vertrieb der AUDI AG und weiß auch, dass die Funktion „Audi connect easy delivery hilft, Zeit zu sparen und bietet mehr Komfort und Flexibilität – Vorteile, die für die Zielgruppe einer Premiummarke immer wichtiger werden.“

Ich persönlich kenne zwar auch das Problem, dass ich mal ein Paket nicht erhalten habe, da ich nicht zuhause war, aber auf die Idee mein Auto als Paketstation umzuwandeln hatte ich noch nicht. Der neue Service soll Kunden in Zukunft die Möglichkeit bieten, bei der Online‑Bestellung von Sendungen ihren Audi als Lieferadresse anzugeben. Im Rahmen des Pilotprojekts erfolgt die Zustellung durch DHL Paket. Entwicklungspartner Amazon bietet seinen Kunden als erster Online‑Händler die Lieferung in den Kofferraum an.

Wie sieht es da mit der Sicherheit aus? Prof. Dr. Ulrich Hackenberg, Vorstand für Technische Entwicklung der AUDI AG, unterstreicht die hohen Sicherheitsstandards des Entwicklungsprojektes: „Wie bei allen connect‑Diensten hat auch in diesem Fall die Sicherheit des Automobils und der Kundendaten für Audi höchste Priorität. Vorsprung durch Technik bedeutet für uns auch, dass der Audi‑Kunde derartige innovative Dienste ruhigen Gewissens in Anspruch nehmen und damit einen echten Mehrwert genießen kann.“

Und so funktioniert die digitale Zugangskontrolle: Stimmt der Audi‑Fahrer der Ortung seines Automobils für den Zeitraum der Lieferung zu, erhält der zuständige DHL‑Zusteller eine digitale Zugangsberechtigung zum Kofferraum des Kunden‑Fahrzeugs. Sie gilt einmalig für einen festgelegten Zeitraum und erlischt, sobald der Zusteller den Kofferraum wieder schließt. In ähnlicher Weise wird für Kunden von Audi connect easy delivery auch das Versenden von Briefen und Paketen aus dem eigenen Auto heraus möglich sein.

Mit dem Logistik‑Service können Kunden die Lieferung ihres Pakets künftig noch individueller bestimmen. Neben diesem Komfortgewinn trägt er auch dazu bei, die Effizienz in der Brief- und Paket‑Logistik zu steigern, erfolglose Zustellfahrten zu vermeiden und damit Verkehrsaufkommen zu reduzieren. Umweltschutz durch Kofferraumfreigabe. Nun müsste mein Auto ja nur noch draußen parken. Ein spannendes Thema und ich bin auf die Auswertungen gespannt, denn Audi wird zusammen mit DHL und Amazon in München nun den Feldversuch wagen.

Quelle und © Foto: Audi 2015

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