Technik im Detail: So funktionieren CNG-Fahrzeuge!

Erdgasfahrzeuge sind ökologisch,und werden mit einem Treibstoff betrieben, der im Äquivalent zum Benzin oder Diesel-Antrieb weniger kostet und wenigstens gleichermaßen risikolos ist: CNG. Aber wie konkrekt funktionieren CNG-Fahrzeuge? Andrew Shepherd und Antonio Calvo, Experten für Erdgas von SEAT, schildern, wie diese Fahrzeuge funktionieren.

So funktionieren CNG-Fahrzeuge:

Grundsätzlich differenzieren sich Fahrzeuge mit Erdgas-Antrieb nicht von Autos mit konventionellem Motor. Öffnet man hingegen den Tankdeckel sieht man jedoch postwendend die Eigentümlichkeit von CNG-Fahrzeugen: zwei Einfüllstutzen.

Das A und O des Antriebskonzept sind die Erdgas-Tanks: Die zusätzlichen Kraftstofftanks stecken unter dem Boden des Laderaums. Die CNG-Tanks sind aus beständigem Stahl hergestellt und dort platziert wo sich in der Regel der Ersatzreifen befindet. Die zusätzlichen Kraftstofftanks wurden mit veredelt. Etliche Magnet-Sicherheitsventile sorgen dafür, dass das CNG im Inneren vom Tank luftdicht abgeriegelt ist und verriegelt bleibt. Die Ventile öffnen sich nur beim Anlassen der Zündung.

Wie sicher sind CNG-Fahrzeuge?

Die Tanks werden alle 48 Monate einer Prüfung unterworfen und zertifiziert. Ausnahmslos alle Teile wurden vor ihrer Installation unter extremen Bedingungen überprüft:

Antonio Calvo – Nachhaltige Mobilität bei SEAT:

„Der Tankvorgang unterscheidet sich nicht von dem eines Benzin- oder Dieselfahrzeugs. Der Einfüllstutzen befindet sich am selben Ort und es dauert ungefähr genauso lange. Und da Erdgas getankt wird, kann nichts tropfen oder riechen. Die Tanks in diesem Fahrzeug sind auf einen Druck von 200 Bar ausgelegt, können aber sogar das Doppelte aushalten, damit stets absolute Sicherheit gewährleistet ist. Es gibt keine Unterschiede, weder während der Fertigung noch beim Fahren. Ich kann immer wieder nur betonen, dass ein CNG-Fahrzeug nichts Ungewöhnliches ist und dass es genauso sicher und zuverlässig ist wie jedes andere Auto auch.“

Autos mit CNG-Antrieb sind mit einem hochmodernen Verbrennungsmotor ausgestattet, der gleichermaßen mit komprimiertem Erdgas und mit Benzin funktioniert. Standardmäßig fährt das Auto mit CNG, bis der CNG-Behälter leer ist, und schaltet in dem Fall vollautomatisch auf Benzin um. Der Fahrer erkennt die Umstellung nicht, da das Aggregat unter der Motorhaube mit beiden Kraftstoffarten dieselbe Leistung erzielt. Umsetzbar machen das adäquate Änderungen am Motor und an der Motorsteuerung.

Andrew Shepherd – CNG-Produkte bei SEAT:

„Der Motor ist mit vielen speziell verstärkten Komponenten für das Verbrennen von Erdgas ausgestattet. Er hält die strengsten Emissionsvorschriften ein, daher wurde ihm das ECO-Label – vergleichbar mit der hierzulande bekannten grünen Plakette – zuerkannt, das von der spanischen Generaldirektion für Straßenverkehr für erdgasbetriebene Fahrzeuge ausgegeben wird. Das ECO-Label ist vergleichbar mit der hierzulande bekannten grünen Plakette, übertrifft aber deren Vorgaben sogar. Im unwahrscheinlichen Falle eines technischen Defekts wird das CNG dank der Thermosicherungen, die sich in jedem Tank befinden, kontrolliert abgelassen. Auf diese Weise wird verhindert, dass sich ein übermäßiger Druck aufbaut. CNG-Fahrzeuge müssen im Hinblick auf Konstruktion, Fertigung und Zertifizierung die höchsten Qualitätsstandards der Branche erfüllen.“

Erdgas-Fahrzeuge erfüllen die strengsten Branchenstandards. Im Laufe der vollständigen Entwicklungsphase durchlaufen sie eine Vielzahl von Tests, inklusive Crash Tests.

CNG-Fahrzeuge – mit viel Druck in eine sauberere Zukunft!

Das Gas in dem CNG-Behälter verfügt über einen Überdruck von ungefähr 200 Bar, eingespritzt wird das CNG aber mit einer Kraft von max. 10 Bar. Ein zweistufiger Druckminderer unter der Motorhaube senkt den Druck. Der Fahrer kann durch einen Blick auf den Tacho registrieren, mit welchem Kraftstoff er gerade unterwegs ist. Leuchtet die CNG-Anzeige, wird das Fahrzeug mit CNG betrieben, wenn die Anzeige aus ist, fährt der PKW mit dem klassischem Antrieb, denn die aktuellen CNG-Fahrzeuge verfügen immer noch über einen kleinen Benzin-Reserve-Tank. Eine Divergenz beim Fahrverhalten dürfte man nicht wahrnehmen. Den Trumpf an der Tankstelle und bei der KFZ-Steuer dementgegen schon.

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