Gestrickt eingefädelt: Der VW T3 Bulli im Strickkleid

Es ist aber auch wirklich kalt in Deutschland zur Zeit, damit der T3 im VW Museum in Wolfsburg nicht friert wurde ihm nun ein Strickkleid genäht.

Das VW Museum in Wolfsburg ist ja stets ein Besuch wert, ab heute bis Ende März steht der VW T3 nun auch im maßgeschneiderten Strickpullover in der Ausstellung. Keine Angst, auch in der Zukunft müssen Sie ihre Fahrzeuge nicht so vor der Kälte schützen, es reicht weiterhin der regelmäßige Check – z.B. im Autohaus Wolfsburg.

Die Idee zu dem Strick-T3 kamen den Kollegen von VW Nutzfahrzeuge, die gemeinsam in Thailand den (verdienten) Urlaub verbrachten. Das VW Mitarbeiter ständig auf Zack sind, zeigt die Tatsache, dass sie dort einen historischen VW Bulli mit eben so einem Strickgewand gesehen haben. Anstatt diesen zu kaufen und nach Deutschland zu importieren wurde dieser nun Nachgeahmt. Die Herren hatten sich mit dieser Aufgabe wohl etwas „überschätzt“, so halfen fleißige Damenhände mit um dieses Kunstwerk zu realisieren. Der Strick-Bulli steht im VW Museum in Wolfsburg, dort kann man dann auch unter Umständen überprüfen ob die Wolle nun kratzt oder nicht.

Ein paar Fakten habe ich noch für Sie: Der VW T3 Bus bringt nun 50 Kilogramm mehr auf die Waage, 250 Kilometer (!) Wolle wurde verstrickt und ca. 2500 Arbeitsstunden gingen dafür drauf. Das Resultat kann sich sehen lassen und bis auf die Beleuchtungsartikel und die Scheiben wurde auch kein Teil ausgelassen. Erst jetzt kann man auch wirklich realisieren, wie viel Arbeit wohl in den gehäkelten Skoda Octavia stecken muss, den wir Ihnen vor einigen Wochen schon präsentiert hatten.

Ob so ein Strickkleid dem armen Bus, den ich nun vor einer Woche in den USA fotografiert hatte, wohl auch vor seiner Verrottung geschützt hätte? Ich glaube nicht. Zu retten ist dieser wohl auch nicht mehr, eigentlich schade, aber in dem Fall nicht mehr zu ändern:

Foto: © Volkswagen 2013

 

Comments

  • Hier noch mehr von unserem Strickbulli.
    Der gibt richtig Stoff!

    Bei diesen winterlichen Temperaturen natürlich schön warm eingepackt , im 40xxl Pulli für den Bulli. Sozusagen ein Wolf (’sburger) im Schafspelz?

    Nein – Genau genommen ist er ein original Hannoveraner T3 Bulli.

    Ca. 250 km Wolle und über 2500 Arbeitsstunden haben Ina, Claudia, Hilde, Gudrun, Carola, Marlies, Karin, Heike, Kerstin, Christine, Emely, und Gisela aufgewendet um unseren VW Bus T3 in einen echten Strickbulli zu verwandeln. Kostenpunkt : Einfach Unbezahlbar! (Geschätzt ca. 10000 € wenn man Materialkosten + Arbeitslohn rechnen würde) Ein Urlaubsfoto von einem eingestrickten VW Oldtimer Bulli (T1-Typ2) aus Bangkok, brachte unsere 8 Männer Fahrgemeinschaft aus Suttorf bei Hannover auf die Idee:

    Das können wir auch!

    Dann folgte:

    Das können wir nicht!

    Bullis bauen ja – stricken nein, Männer halt .

    Doch dank der vielen Strickmädels und Wollespenderinnen , vom Harz bis an das Meer, aus der Hauptstadt Berlin bis nach Puerto Varas in Chile, ist er nun voller Woll-Lust nach 7 Monaten komplett eingestrickt.

    Vom 13.-15.Oktober 2012 stand unser Strickbulli auf der Hannover Messe Infa Kreativ. Nun macht er über die Wintermonate Pause im VW Automuseum in Wolfsburg. Wer möchte darf dort unseren VW StrickBulli mit seinen handgefertigten Strickassesoires direkt am Fahrzeug weiter verschönern.

    Noch mehr Infos und Details zur Entstehung:

    Über Zeitungen und VW Bulli Foren haben wir im Januar 2012 um Wollespenden und zum mitstricken aufgerufen. Von VWN (Volkswagen Nutzfahrzeuge) Mitarbeiterinnen ,Bullifans und einer Fanschalstrickerei.de und Mützenmacher und Trendsetter myboshi.net haben wir Wollespenden erhalten. Für das gesamte Fahrzeug mußte ein ca. 40 Quadratmeter großer Spezialüberzug (teils aus o.g. Fanschals) als Wolleträger in über 400 Stunden Handarbeit genäht werden. Der Clou: Sämtliche Fensterausschnitte, Beleuchtungen, Spiegel, Türgriffe, Scheibenwischer, Radioantenne und Anbauteile mußten Millimeter genau auf die Bulli Außenhaut angepasst und zu geschnitten werden. Sogar das Dach und die Felgen wurden liebevoll bestrickt. Trotzdem ist der Strickbulli voll Fahrfähig. (Nur der Unterboden ist nicht bestrickt 🙂 Das größte Problem stellte aber das Gewicht der Strickflächen da. Hierzu wurden zusätzlich über 200 Magnetstreifen in den Überzug eingenäht um den ca. 60 kg schweren Pulli für den Bulli zusätzlich in Form zu halten. Eine Regenfahrt ist aber dann wohl doch nicht möglich. Das Gewicht würde sich verzehnfachen und die Stoßdämpfer bzw. Karosse wahrscheinlich in die Knie zwingen.

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