Automobile Zeitreise ins Jahr 1994: Der Audi RS2 Avant kommt auf die Straße!

Vor 25 Jahren fuhr mit dem Audi RS2 Avant das erste Audi RS-Modell auf die Straße. In diesem Jahr wird gefeiert und wir feiern mit, indem wir ausgewählte Fahrzeuge in unserem Blog noch einmal zeigen. Bis dato hat die Audi Sport GmbH, ehemals die quattro GmbH, 25 RS-Modelle präsentiert. Doch alleine in diesem jahr werden noch sechs weitere Produkte und zwei komplett neue RS-Modelle vorgestellt.

Doch wofür steht eigentlich RS? Rennsport?

Oliver Hoffmann, Geschäftsführer der Audi Sport GmbH.: „Die Bezeichnung „RS“ steht bei Audi für eine Philosophie, die vom Streben nach Höchstleistung und Perfektion getrieben ist. Jedes RS-Modell bringt die Leidenschaft zum Ausdruck, mit der wir unsere High-Performance-Autos entwickeln. Seit 25 Jahren erleben unsere Kunden die RS-Modelle als souveräne Begleiter im Alltag, die pure Emotion und größtmöglichen Fahrspaß vermitteln.“

Unbestritten ist also, dass die RS-Modelle die jeweiligen Speerspitzen ihrer Baureihen sind. Die RS-Modelle stehen für Performance, Prestige und Exklusivität am Limit des technisch Machbaren. Das jeweils allerdings auch ohne Einbußen in Sachen Alltagstauglichkeit, denn dabei wurde bereits schon beim ersten Modell geachtet. Das erste RS-Modell war ein Avant!

Wir machen nun gemeinsam eine kleine Zeitreise und drehen die Uhr zurück. Im Jahre 1994, das Ende der Apartheid, Ungarn stellte den Antrag als neues Mitglied der EU aufgenommen zu werden und in der US-Raumfähre „Discovery“ war zum ersten Mal auch ein russischer Raumfahrer an Bord.

Helmut Kohl war Bundeskanzler, Bill Clinton amerikanischer Präsident. Jürgen Klinsmann wurde zum Fußballer des Jahres, der FC Bayern wurde mal wieder deutscher Meister und Brasilien sicherte sich die Fussball-Weltmeisterschaft. Michael Schumacher holte sich 1994 die Formel-1 Weltmeisterschaft in seinem Benetton Ford und Audi? Audi stellte zusammen mit der damaligen quattro GmbH den Audi RS2 Avant auf die Räder.

Audi RS2 Avant

Audi RS2 Avant – technische Daten:

Aus einer Kooperation zwischen Audi und Porsche entstanden, man sieht es auch an den Felgen und an den Aussenspiegeln, war dieses Fahrzeug damals der schnellste je gebaute Serien-Audi und gleichzeitig auch das leistungsfähigste Modell der Marke.

Unter der Haube? Ein 2.2 Liter 20 Ventil 5-Zylinder mit einer Leistung von 242 kW (315 PS). Die Pferdestärken hatten leichtes Spiel mit dem Leergewicht von gerade einmal 1,595 Tonnen.

Von 0 auf 100 km/h ging es in 5,4 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit lag bei Tempo 262 km/h. Bei der Geschwindigkeit wurde das Aggregat elektronisch abgeregelt. Das Fahrzeug wurde zwischen 1994 und 1996 gefertigt.

Der rennsport- und rallyebewährte quattro-Antrieb mit selbstsperrendem Zwischendifferential ermögliche es, die hohe Leistung souverän auf die Straße zu bringen. Das in nogaroblau lackierte Fahrzeug aus der Audi Tradtion-Sammlung sorgte damals auch aber auch noch für einen ganz anderen Boom.

Das RS-Design der Stoßstangen bzw. der Frontverkleidung beflügelte zahlreiche Tuner / Tuning-Unternehmen Stoßstangen in einem ganz ähnlichem Design für nahezu alle Fahrzeuge aus dem VAG-Segment herzustellen. Zunächst sogar noch mit den originalen Blinkern und Nebelscheinwerfern. Später aus Kostengründen dann mit anderen Ausschnitten. Aus GFK oder ABS fahren heute noch zahlreiche RS-Stoßstangen im „Design von Audi“ auf der Straße. Somit war Audi schon damals ein weiterer Trendsetter, auch wenn dieser Trend vermutlich so nicht geplant war.

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