Der neue Audi Q2 – die ersten Informationen

Audi präsentiert gerade in Genf den neuen Audi Q2, mit dem die Ingolstädter im Herbst endlich ein kleines SUV auf den Markt bringen werden, mit dem sich die Lücke in ihrer Produktpalette schließen wollen, denn kleine SUV sind heiß begehrt.

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Gleich auf den ersten Blick wirkt der kleine Ingolstädter dynamisch und jugendlich. Der Audi Q2 ist kantig und hat breite Schultern bei 4,19 Metern Länge, 1,51 Metern Höhe und 1,79 Metern Breite. Sein coupéhaftes Aussehen verdankt er dem flachen Dach und den kleinen Fensterflächen. Die Scheinwerfer stehen schräg neben dem weit oben positionierten Singleframe-Kühlergrill. Darunten befinden sich in der Frontschürze große Lufteinlässe. Die 20 Zentimeter Bodenfreiheit sollten ihn zumindest für leichtes Gelände eignen. Die Rückleuchten sind eher klein und erinnern an den VW Polo. Sein sportliches Auftreten wird am Heck durch den langen Dachspoiler und den Diffusor in Unterfahrschutz-Optik zusätzlich betont.

Die optional elektrisch öffnende und schließende Heckklappe verbirgt einen anständig großen Kofferraum, der immerhin 405 Liter fasst, wenn die Rücksitzbank nicht umgeklappt ist. Da bietet ein Skoda Yeti auch nicht mehr.

Der Innenraum ist, typisch Audi, hochwertig gestaltet und bietet den Insassen eine tiefe Sitzposition wie in einer Limousine. Diese soll mit der Übersicht eines SUV gepaart sein, was ich bei den kleinen Fensterflächen aber bezweifeln möchte. Um das zu kompensieren sollte man den optional erhältlichen automatischen Einparkassistenten nutzen, der sowohl vorwärts als auch rückwärts einparkt. Bedient wird er, und alle anderen Funktionen, über ein Touchpad, wie man es bislang aus den Oberklassemodellen kennt.
In puncto Konnektivität und Infotainment muss sich der Audi Q2 auch nicht verstecken. Optional bekommt man hier das Audi virtual cockpit mit 12,3 Zoll großem Bildschirm, außerdem einen WLAN-Hotspot und ein Head-up-Display. Auch Audi Online-Dienste lassen sich per Daten-Flatrate abrufen und liefern beispielsweise Infos zu Parkplätzen oder Spritpreisen. Auch Twitter- oder ausgewählte Smartphone-Inhalte können auf dem Mittel-Display dargestellt werden. Mit der kostenlosen Audi-App für das Media-Streaming kann der Kalender, und bei iOS-Geräten auch Adressen, des Smartphones auf das Display gespiegelt werden.

Die Assistenzsysteme des Q2 entsprechen natürlich denen der anderen Fahrzeugklassen. Der Notbremsassistent ist serienmäßig an Bord, gegen Aufpreis kann man zum Beispiel noch den oben erwähnten Parkassistenten, den Abstandstempomat, den Totwinkelwarner, den Fahrspurassistenten ab 60 km/h, sowie die Verkehrszeichenerkennung bekommen.
Die Antriebspalette reicht bei den Benzinern vom 1,0 Liter TFSI mit drei Zylindern und 116 PS über den 1.4 TFSI mit 150 PS bis zum 2.0 TFSI mit 190 PS. Dieser steht in direkter Konkurrenz zum Nissan Juke mit 190 PS und ebenfalls zwei Litern Hubraum. Bei den Dieseln reicht die Range vom Vierzylinder mit 1,6 Litern Hubraum und 116 PS bis zu den beiden 2.0 Liter TDI mit 150 und 190 PS. Die Top-Motorisierungen verfügen serienmäßig über den permanenten Allradantrieb und können optional mit einem 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe ausgestattet werden.

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Ist das Fahrzeug mit Allrad ausgestattet, verfügt es außerdem über eine Vierlenker-Hinterachse, wo bei den frontgetriebenen Audi Q2 eine Verbundlenker-Hinterachse verbaut ist.

Das Fahrzeug wird noch nicht zum Kauf angeboten. Es besitzt noch keine Gesamtbetriebserlaubnis und unterliegt daher nicht der Richtlinie 1999/94/EG.

Comments

  • Ich finde der erste Satz dieses Artikels trifft es auf den Punkt: Auch wenn das Fahrzeug in Richtung SUV geht sieht dieser Audi sehr dynamisch aus und hat das gewisse Etwas. Auch aus strategischer Sicht macht der Audi Q2 Sinn, denn ein solch kleiner SUV ist bisher nicht in der Fahrzeug Flotte zu finden. Gerade in Städten werden laut einer Statistik kleinere SUV mittlerweile verstärkt nachgefragt, weil sie die Vorteile eines SUV und eines kleinen Wagens sehr gut kombinieren. Aus meiner Sicht ist es nur eine Frage der Zeit wann andere Hersteller wie VW oder auch Porsche diesem Trend folgen und kleinere SUVs herstellen.

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