Techno Classica 2016: Skoda Deutschland

ŠKODA zählt zu den weltweit ältesten noch produzierenden Automobilherstellern. Auf der Oldtimermesse Techno Classica in Essen bietet ŠKODA den Messebesuchern unter dem Motto „Bewegte Geschichte“ einen eindrucksvollen Blick in seine 121-jährige Firmenhistorie. Anhand von 16 Exponaten werden die Besucher auf eine spannende Zeitreise mitgenommen. Den Besuchern sollen möglichst viele und interessante Fahrzeuge vorgestellt werden, wofür das ŠKODA Museum am Stammsitz in Mladá Boleslav und ŠKODA AUTO Deutschland eng zusammengearbeitet haben.

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Des weiteren gibt es Anlass zum Feiern, denn ŠKODA feiert gleich vier große Jubiläen:
115 Jahre Motorsportgeschichte von ŠKODA, 50 Jahre ŠKODA 1000 MBX, 40 Jahre Baureihe 105/220 und 25 Jahre Partnerschaft von ŠKODA und Volkswagen.

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Die Motorsportgeschichte begann 1901 mit einem Einzylinder-Motorrad der Marke Laurin & Klement. Siege bei mehreren Langstreckenrennen, 1903 waren es 32 von 34 gefahrenen Rennen, zeigten den Erfolg der Zweiräder. In Essen werden die Motorräder Laurin & Klement Typ TB, L80 und CCR aus den Jahren 1902 bis 1905 ausgestellt. Nach Ende des zweiten Weltkriegs entwickelte ŠKODA den ŠKODA Supersport (Typ 966). Es wurden Ende der 1940er Jahre zwei Rennwagen mit Vierzylinder-Reihenmotoren und bis zu 180 PS entwickelt. Sie schafften eine maximale Geschwindigkeit von über 200 km/h. Die beiden Rennwagen galten bis 2005 als als verschollen, als eines als Scheunenfund wieder auftauchte. 2006 wurden die Einzelteile ausgestellt, jetzt steht der Typ 996 in seiner ganzen Pracht auf dem Messestand von ŠKODA. Der ŠKODA 130 RS von 1975 errang zwei Jahre nach seiner Premiere den Klassensieg bei der Rallye Monte Carlo und 1981 die Markenwertung in der Tourenwagen-Europameisterschaft. Er steht ebenso auf dem Messestand der Techno Classica wie die Replika des ŠKODA Favorit F2 Rallye, mit dem ŠKODA 1994 den Rallye-Weltmeistertitel in der Fronttrieblerklasse holte. Zuletzt traten die Tschechen mit dem Skoda Fabia R5 in der WRC2-Kategorie in der Rallye-Weltmeisterschaft an.

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Die ausgestellten Fahrzeuge L&K So/200, Typ 422 und Typ 110 Phaeton aus 1928 stehen für die Vorkriegsproduktion von ŠKODA, sie zählen zu den ersten Verkaufsschlagern der Marke. Die komfortable Oberklasselimousine ŠKODA Typ 110 Phaeton trug nach dem Zusammenschluss von Laurin & Klement mit dem Maschinenbaugiganten ŠKODA noch die Signets beider Firmen. Danach hießen alle Fahrzeuge nur noch ŠKODA.

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Das ŠKODA Rapid Cabrio ist auch auf dem Messestand zu finden. 1936 umrundeten Jan Prochaska und Jindrich Kubias in 97 Tagen die Welt in einem modifizierten ŠKODA Rapid, das Mittelklassemodell legte dabei rund 27.000 Kilometer zurück. Die Nachkriegsjahre wurden vom Sportwagen ŠKODA 1100 OHC eingeläutet. Im Oktober 1966 kam der zweitürige Fünfsitzer ŠKODA 1000 MBX auf den Markt, der dieses Jahr somit sein 50-Jähriges Jubiläum feiert. Mit seinem Heckmotor und Heckantrieb stellte er damals laut ŠKODA den Höhepunkt der 1,0-Liter-Klasse dar und war die Krönung der Viertürer-Baureihe ŠKODA 1000 MB. Nachdem vor 40 Jahren die Modellfamilie 105/120 in Serie ging, verkaufte sich das praktische und preiswerte Familienauto in 14 Jahren Bauzeit über zwei Millionen Mal. Die damalige Tschechoslowakei wurde durch es mobil und es wurde in viele weitere Länder exportiert. Auf dem Messestand finden sich sowohl ein ŠKODA 120 LS (M-Modell) und der Prototyp T742, der erstmals mit 4-Zylinder Frontmotor und Frontantrieb ausgestattet war.

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Das Ende der Heckmotoren startete mit dem ŠKODA 130 Rapid. Das sportliche Coupé nutzte zuerst den gleichen 1,2-Liter-Motor wie der ŠKODA 120, 1987 gabs mehr Leistung und Drehmoment und zusätzlich ein neues 5-Gang-Getriebe. Ein Jahr später bekam er einen Aluminiummotor verpasst und hieß seitdem 135 Rapid. Er war dann der letzte ŠKODA mit Heckantrieb. Am 16. April 1991 wurde ŠKODA Bestandteil des Volkswagen Konzerns. Das erste gemeinsame Modell war der ŠKODA Felicia aus dem Jahr 1994, der auch auf dem Messestand vertreten ist.

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