Blick hinter die Kulissen bei VW: Über die Nervenbahnen der modernen Automobile Teil 1/2

Heute wagen wir wieder einen Blick hinter die Kulissen bei VW: Wer kennt nicht den Oldtimer von Donald Duck? Mit einer Startkurbel startet Donald diesen Oldtimer und fährt damit seine Neffen durchs Land. Was heute nur noch im Comic funktioniert, war früher Alltag. Auch der Autor dieser Zeilen kennt noch die Begriffe: „Choke, Zwischengas, 6V Bordnetz“, dennoch: Verzichten auf die modernen Weiterentwicklungen möchte wohl keiner mehr, egal wie charmant die gute alte Technik doch war.

So genügt heute  ein Knopfdruck, um z.B. einen modernen Volkswagen zum Leben zu erwecken. Wenn der Wagen mit dem optionalen „Keyless Entry and Start System“ ausgerüstet ist, entfällt die lästige Suche nach dem Autoschlüssel. Vielen Dank Kessy!

Kaum einer weiß allerdings was hinter der Technik steckt, wie sie funktioniert und mit wie viel Aufwand diese realisiert wird. Wir werfen heute also einen Blick hinter die Kulissen:

Blick hinter die Kulissen bei VW: Wie funktioniert KESSY?

„Tritt der Fahrer heute an das Fahrzeug und greift nach dem Türgriff, sucht eine der bis zu drei Außenantennen das Funksignal des passenden Schlüssels. Erst nach dem erfolgreichen und blitzschnellen Dialog der Systeme werden Türen und Kofferraumklappe entriegelt. Sobald der Fahrer dann hinter dem Lenkrad Platz genommen hat und den „Start-Engine“-Knopf gedrückt hat, beginnen maximal drei Innenraum-Antennen ihre Arbeit: Sie senden Funksignale an den Schlüssel. Wenn der dann seine positive Antwort geschickt hat, wird das Nervensystem des Volkswagen zum Leben erweckt.“

Welche Entwicklungen gibt es in der Zukunft? Woran forschen die Ingenieure? 

„Dieser Prozess kann in Zukunft noch deutlich komfortabler gestaltet werden: Dann kann der Kunde seinen Volkswagen per Smartphone öffnen und starten.“

Doch wie funktioniert das alles? 

„Steuergeräte und Verteilungssysteme gelten als Hirn- und Nervensystem des modernen Automobils. Sie sind die Schaltzentralen und verwalten die verfügbare Energiemenge. Sie steuern den Stromkreislauf, der im Fahrzeug für jede Funktion benötigt wird. Aus der Sicht eines klassischen Automobils aus den 1920ern gehören solche technischen Errungenschaften in den Bereich der Science Fiction. Aber ähnlich wie bei den einzigartigen Fahrzeugaufbauten der „Carrossiers“ von vor 90 Jahren ist heutzutage wahrscheinlich jedes Automobil aufgrund der Vielfalt der elektrischen Funktionen für Sicherheit, Komfort und Unterhaltung ebenfalls ein Unikat – insbesondere beim Kabelstrang.“

Es gibt ein Motto: Kein Kabel zu viel und kein Kabel zu wenig! Was viele auch nicht wissen: Jeder Leitungsstrang ist ein Unikat.

Wie werden die Leitungsstränge im PKW hergestellt?

„Volkswagen stellt die Leitungsstränge kundenspezifisch her. Dabei werden für sämtliche Wünsche individuelle Leitungen gelegt und miteinander verbunden. Kein Kabel zu viel und kein Kabel zu wenig. Aus den Kennzahlen aller verwendeten Kabel, Stecker und Kontakte entsteht dann ein Code. Er repräsentiert den einmaligen Leitungsstrang und ein ebenso einmaliges Fahrzeug. Dabei gibt es Milliarden von Varianten – eine für jeden Polo, Golf oder Passat. Diese unglaublich hohe Anzahl ist allerdings nur aufgrund eines ausgeklügelten Entwicklungs- und Steuerungssystems beherrschbar.“

Fun-Fact:  Statt „Kabel“ sprechen die Spezialisten von „Meterware“. Im nächsten Teil erfahren Sie wie viele Kilometer „Meterware“ in einem modernen Fahrzeug zu finden sind und wir tauchen noch tiefer ein in unserem Blick hinter die Kulissen bei VW!

Quelle & © Fotos: Volkswagen Deutschland 2017

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