24 Stunden Rennen am Nürburgring 2012 – Audi R8 = Platz 1&2!

Besser hätte es für Audi schon fast nicht mehr laufen können, auf den ersten beiden Plätzen beim legendären 24 Stunden Rennen über die Nordschleife landeten nämlich 2 Audi R8 LMS ultra. Über das Fahrzeug möchte ich heute gar nicht viele Worte verlieren, der für den Rennsportbetrieb umgebaute Sportwagen hat sich ja nun quasi selber empfohlen, denn wir wissen ja: Jeder lobt, was Nürburgring-erprobt!

Die Fahrer der Startnummer 3 haben das Rennen also für sich entscheiden können: Marc Basseng, Frank Stippler, Markus Winkelhock und Christopher Haase fehlten zum Schluss dann die Worte. Markus Winkelhock war besonders froh darüber das seine „Tendenz“ nicht zum 5. Platz führte, sondern zum ersten. Dies ist ein Insider, denn man muss wissen, dass Markus Winkelhock im Jahr 2010 auf den 3. Platz und im Jahr 2011 auf dem 4. Platz landete.

Unglaublich ist eigentlich, dass nach einem Rennen über eine Distanz von 24 Stunden die ersten 3-4 Fahrzeuge nur einige Minuten auseinander liegen, man muss dazu noch anmerken, dass die „Grüne Hölle“ den Namen nicht ohne Grund hat. Das Rennen ist eine Materialschlacht und es gab zahlreiche Abflüge, Ausfälle und technische Defekte. Nicht so allerdings bei den beiden Audi Teams die sich so die ersten beiden Plätze sichern konnten, denn darauf kommt es beim 24h Rennen an: Im eigenen Rhythmus fahren und keine Fehler machen, wer keine Fehler macht und ein zuverlässiges Fahrzeug hat kommt mit dem richtigen Team auch nach vorne. Beim Motorsport entscheidet neben dem Können auch die Teamleistung. Wie in einer guten Werkstatt wird hier zusammengespielt, das fängt bei der Auftragsannahme an (wenn der Wagen in die Boxengasse fährt) und hört bei der Endkontrolle auf (wenn der Wagen wieder auf die Strecke rollt). Über Funk sind die Fahrer mit den Jungs und Mädels in der Boxengasse verbunden und so können die schon im Vorfeld über notwendige Reparaturen informiert werden, denn in der Box muss es ja immer ganz schnell gehen.

Da wurde zwischendurch mal der Spoiler neu justiert, kurz vor 22 Uhr wurde das Fahrzeug mal kurz in die Box geschoben, da wurden die Reifen von Schönwetter- auf Regenreifen gewechselt und natürlich wechselt auch der Fahrer hin und wieder mal. Bis zu 3 Stunden darf ein Fahrer im Wagen sitzen bleiben und seinen „Stint“ genießen. Nettes Detail direkt aus der Box: Beim Boxenstopp um kurz vor 11 Uhr malten die Mechaniker ein Herz auf das Logo und „Good luck“ auf die Heckschürze.

Kaum vorstellbar, aber ca. eine Stunde vor Rennende gab es tatsächlich ein paar „Ungereimtheiten“ im Siegerfahrzeug. Frank Stippler sprach von Vibrationen im Auto die nicht richtig lokalisiert werden konnten und auch Markus Winkelhock bestätigte, dass er nicht mehr am Limit fuhr. Aber am Ende ist dann, aus Sicht von Audi und den beiden Teams, ja noch mal alles gut gegangen. Ganz egal ob es nun an den „Glückwunschen vom Boxen-Team“, an den Fahrzeugen oder an den Fahrern lag…

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